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Instandhaltungsrücklage (Differenzen) Instandhaltungsrücklage (Höhe)

 

 

Differenzen bei der Instandhaltungsrücklage nach Verwalterneubestellung

Ursprünglich wurden in einer Eigentümergemeinschaft zwei eigenständige Instandhaltungsrücklagen, sowohl für das Hauptgebäude als auch für die Tiefgarage angespart. Nach Bestellung eines neuen Verwalters, stellte dieser die Hausgeldabrechnung auf. Bei der Erstellung der Abrechnung wurde ersichtlich, dass die Ist-Rücklage um 60.000 € von der Soll-Rücklage abweicht.

Die Mitglieder der Eigentümergemeinschaft vertraten die Ansicht, dass der neue Verwalter die Differenz aufklären sollte. Der Verwalter wiederum vertrat die Ansicht, dass er nicht die Differenz aufklären muss, da er erst vor kurzem gewählt worden ist. Die Eigentümergemeinschaft reichte daraufhin Klage ein.

In der zweiten Instanz stellte das Landgericht München klar, dass es nicht die Pflicht des neuen Verwalters war den Verbleib der 60.000 € aufzuklären. Die Aufklärungspflicht liegt hingegen beim vorherigen Verwalter, da dieser für die betreffenden Wirtschaftsjahre auch Rechnung ablegen musste. Da der neue Verwalter zum fraglichen Zeitpunkt nicht Verwalter der Wohneigentumsanlage war, war es ihm auch nicht zuzumuten Nachforschungen in der Vergangenheit durchzuführen.