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Anfechtung des Wirtschaftsplans Arglistische Täuschung Aufgaben und Haftung des Verwaltungsbeirats Aufwandsentschädigung für Verwaltungsbeirat

 

Arglistig versteckte Mängel bei Immobiliengeschäften

A kaufte von B ein Haus. Im notariellen Kaufvertrag wurde vereinbart, dass eine Gewährleistung ausgeschlossen ist. Dies bedeutet, dass B für Mängel am Objekt nicht haftet. Nach dem Einzug bemerkte der Käufer jedoch feuchte Stellen im Haus. Er beauftragte einen Gutachter, der feststellte, dass das gesamte Gebäude auf Grund der Feuchtigkeit nur noch sehr eingeschränkt bewohnbar war. Um die Feuchtigkeit zu verdecken, hatte der Verkäufer vor dem Verkauf der Immobilie hinter der Tapete eine Alufolie angebracht, die eine weitere Durchdringung der Feuchtigkeit stoppen sollte.

Obwohl ein Gewährleistungsausschluss vereinbart war, verlangte der Käufer jedoch die Rückabwicklung des Kaufvertrages und darüber hinaus noch Schadenersatz.

Da der Verkäufer den Schaden kannte und ihn nicht beim Verkauf offenlegte, stattdessen diesen arglistig verschwiegen hat, entschied das Oberlandesgericht Oldenburg, dass der Kaufvertrag rückabgewickelt werden muss (Urteil vom 5. Februar 2015, Az.: 1 U 129/13).